Auf dem Weg als Anwält:in

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Causa Vincenz: «Kein Anspruch auf Fehler der Staatsanwaltschaft»

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Nach den Vorfragen der Verteidigung antwortet die Staatsanwaltschaft: zur Rolle von Professor Andreas Donatsch, zu Strafantragsfrist und Verjährung, zum Ursprung der Untersuchung und zur Verwertbarkeit von FINMA-Akten. Der Vorsitzende greift ein und trennt Fragen des Verfahrensauftakts von Punkten für die späteren Hauptplädoyers.

Duri Bonin und Gregor Münch berichten direkt in der Pause am Obergericht Zürich. Im Zentrum steht die Frage, wie weit externe Qualitätskontrolle einer Anklage reichen darf – und weshalb die konkrete Arbeit des beigezogenen Experten für die Verfahrensfairness bedeutsam bleibt.

Causa Vincenz: Der Weg nach Lausanne beginnt bei den Vorfragen

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Eine knapp dreistündige Mittagspause klingt nach Stillstand. Im Berufungsprozess der Causa Vincenz ist sie das Gegenteil: Die Staatsanwaltschaft ordnet ihre Antwort auf die Vorfragen, während für die Verteidigung die Frage bleibt, welche bereits erhobenen Rügen nochmals ausdrücklich wiederholt wurden.

Duri Bonin und Gregor Münch berichten direkt aus der Mittagspause und erklären, weshalb Wiederholung vor Obergericht Prozessstrategie sein kann – und warum die Dauer der Unterbrechung noch nichts darüber beweist, ob die Anklage überrascht wurde.

Causa Vincenz: Ein entlastendes E-Mail im Aktenberg?

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Ein neu aufgefundenes E-Mail soll nach Darstellung der Verteidigung entlasten. Damit stellt sich in der Causa Vincenz eine grössere Frage: Wer entscheidet in riesigen digitalen Datenbeständen, welche Dokumente aktenkundig werden – und können Staatsanwaltschaft und Verteidigung mit gleichwertigen Werkzeugen suchen?

Duri Bonin und Gregor Münch diskutieren die Pflicht, Belastendes und Entlastendes gleich sorgfältig zu untersuchen, die Kontrolle der behördlichen Aktenauswahl und die Grenzen des Vorwurfs im konkreten Verfahren.

Causa Vincenz: Darf das Gericht FINMA-Angaben verwerten?

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Im FINMA-Verfahren müssen Betroffene weitreichend mitwirken; im Strafverfahren dürfen beschuldigte Personen schweigen. Was geschieht, wenn unter aufsichtsrechtlichem Druck erteilte Angaben später als Strafbeweise verwendet werden sollen?

Im Rahmen der Vorfragen greift Fatih Aslantas diese Schnittstelle auf, Cornel Borbély bezieht auch Folgebeweise ein. Duri Bonin und Gregor Münch ordnen das Bundesgerichtsurteil 7B_45/2022 ein – und erklären, was das Obergericht nun für jedes umstrittene Beweismittel prüfen muss.

Causa Vincenz: Was die Verteidigung zum Auftakt angreift

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Ein neues Bundesgerichtsurteil liegt am ersten Vormittag der Berufungsverhandlung in der Causa Vincenz auf dem Tisch – und die Seiten lesen es unterschiedlich. Duri Bonin und Gregor Münch berichten aus der ersten Pause, weshalb Lorenz Erni im Commtrain-Komplex Verjährung geltend macht und welche weiteren Vorfragen Andreas Blattmann aufwirft.

Der Bundesgerichtsentscheid betrifft ein anderes Verfahren, enthält aber Aussagen zu Herausgabepflichten, Betrug durch Unterlassen und Verjährungsbeginn. Dazu kommen die umstrittene Antragsfrist, die Verwertbarkeit bestimmter Beweismittel und eine auffällig abgestimmte Arbeitsteilung unter den Verteidigern.

Causa Vincenz: Wer prägt das Narrativ vor dem Urteil?

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Pierin Vincenz trifft in einem Kleinwagen am Obergericht Zürich ein. Kameras gehen hoch, Bilder gelangen innert Sekunden in die Liveticker. Duri Bonin und Gregor Münch beobachten, wie schnell aus einer Ankunft eine öffentliche Erzählung wird.

Dann stellen sie die heikle Frage: Wird unabhängige Kritik an der Anklage als Litigation-PR gelesen – und kann das Narrativ einer milderen Strafe zum Bumerang werden? Sicher ist nur: Eine Strafreduktion ist keineswegs vorgezeichnet, denn auch die Staatsanwaltschaft hat Berufung erhoben.

Causa Vincenz: Die zwei Kernvorwürfe in fünf Minuten

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Spesen, welche die Anklage als privat einstuft, und nicht offengelegte Beteiligungen an Unternehmen, die später von Raiffeisen oder Aduno übernommen wurden: Unmittelbar vor der Türöffnung am Obergericht ordnen Duri Bonin und Gregor Münch die beiden grossen Vorwurfskomplexe der Causa Vincenz ein.

Im Zentrum steht die strafrechtlich entscheidende Frage: Welche Offenlegungs- oder Herausgabepflicht bestand – und worin soll der Vermögensschaden liegen? Eine kompakte Vor-Ort-Folge über den Abstand zwischen einem verdächtig wirkenden Vorgang und einem nachweisbaren Straftatbestand.

Causa Vincenz: Der Prozess beginnt vor der Gerichtstür

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Am Morgen der Berufungsverhandlung in der Causa Vincenz warten die Kameras bereits vor dem Obergericht Zürich. Duri Bonin und Gregor Münch stehen kurz nach 7.15 Uhr im Innenhof, beobachten das Eintreffen erster Verfahrensbeteiligter und fragen: Wie begleitet eine Verteidigung eine beschuldigte Person durch diesen öffentlichen Moment?

Haupteingang oder Seiteneingang, selbstbewusst oder möglichst unauffällig? Die Vor-Ort-Folge zeigt, weshalb auch der Weg in den Gerichtssaal vorbereitet werden muss – und warum es keine allgemeingültige Lösung gibt.

Causa Vincenz: Die letzten Tage vor der Berufungsverhandlung

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Ein Plädoyer muss beim lauten Schlussdurchgang standhalten; die Klientschaft braucht Orientierung, und überraschende Vorfragen verlangen sofortige Reaktion. Wenige Tage vor der Berufungsverhandlung in der Causa Vincenz sprechen Duri Bonin und Gregor Münch darüber, was vor einem solchen Grossprozess noch zählt.

Anlass ist auch Marcel Nigglis scharfe Kritik an der Anklage in der NZZ. Die Folge verbindet offene Rechtsfragen mit dem Handwerk der letzten Vorbereitung und dem Rollenwechsel der beiden Strafverteidiger zu Prozessbeobachtern.

Causa Vincenz: Wie die Verteidigung die Berufungsverhandlung vorbereitet

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Vor Obergericht reicht es weder, das erstinstanzliche Plädoyer nochmals vorzulesen, noch, das angefochtene Urteil nur Punkt für Punkt zu widerlegen. Mit Blick auf die Berufungsverhandlung in der Causa Vincenz diskutieren Duri Bonin und Gregor Münch, wie die Verteidigung den Fall neu ordnet und ihre Argumente auf die entscheidenden Punkte konzentriert.

Ausserdem zeigen sie, wie eine beschuldigte Person auf Ablauf, Befragung, Gerichtssaal und Urteilsberatung vorbereitet wird. Befragungssituationen lassen sich trainieren; Antworten auswendig zu lernen wäre das Gegenteil guter Vorbereitung.

Über diesen Podcast

In diesem Podcast reflektiert Duri Bonin mit Gästen über Fragen rund um die Arbeit als Anwalt und Strafverteidiger: Was macht eine gute Anwältin aus? Wie organisiert man die Anwaltstätigkeit? Wie handhabt man den Umgang mit Klienten, Gegenanwälten, der Polizei, der Staatsanwaltschaft und den Gerichten? Was zeichnet ein gutes Plädoyer aus? Wie legt man sich eine Verteidigungsstrategie zurecht? Der spannenden Fragen sind vieler. Es ist ein Weg ins Urmenschliche, manchmal gar Allzumenschliche.

von und mit Duri Bonin

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