Auf dem Weg als Anwält:in

Auf dem Weg als Anwält:in

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:00: Morgentjährige, uns hat eine höhere Frage erreicht, die ich gerne weiterleiten möchte.

00:00:05: Geht darum dürfen Menschen nach Verbiösterstraf weiterhin festgehalten werden, weil man befürchtet, dass er in den schweren Straftaten geht.

00:00:14: Bei diesen Entscheidungen spielen Gutachten zum Rückfallrisiko eine sehr grosse Rolle und unsere Höhe fragt jetzt wie sehr wir ihnen zahlen.

00:00:24: Wobei es so ist, dass nicht alle Gutachtenzahlen ausweisen.

00:00:28: Aber wir diskutieren hier die prognostizierte Wahrscheinlichkeit vom Rückfall an Handvollzahlen also wie sehr man dann errechnete Zahlen vertrauen darf.

00:00:38: Die Generalfrage möchte ich wie folgt aufteilen und dich weiterleiten?

00:00:43: Wie kommt man überhaupt zu einer solchen Zahl?

00:00:45: Nehmen wir das Beispiel des Gutachterschätzerisikos, dass ein Mensch in den nächsten fünf Jahren das tötigste Lick begeht auf thirty-fünf Prozent und uns ein höherer fragt, wie kann man das überhaupt so genau wissen?

00:00:59: Menschen sind ja kein Würfel.

00:01:01: Und was kann es gut achten tatsächlich zu sagen und wäre es nicht ehrlicher dass wir einen spannenden Agi in der Stadt eine einzelne Zahl geben.

00:01:08: Dann die zweite Frage Wie soll das Gericht entscheiden wenn schon diese Zahl unsicher ist also wenn man gar nicht genau weiss wie hoch das Risiko ist.

00:01:18: Wie will man denn überhaupt Diskussion führen ab welchem Risiko jemand sein soll eingesperrt bleiben?

00:01:24: Sind denn die Zahlen trotzdem eine brauchbare Grundlage?

00:01:27: Dann haben wir sie am Beispiel besprochen, wenn man eben sagt, dass Wahrscheinlichkeit von thirty-fünf Prozent lang hat.

00:01:34: Dann heisst das Fakt ist, dass sixty-fünfe Hundert Personen zu Unrecht eingesperrt bleiben.

00:01:40: Wir haben hunderte Personen mit den Rückfallwahrscheinlichkeiten von thirty fünf Prozent.

00:01:44: Man sperren alle Hunderte ein.

00:01:47: Also hat man fifty-sechzehnt zu Unrechtsfreiheit entzogen.

00:01:51: Unser Höher stört sich daran, die sixty-fünf als zu unrecht inhaftiert zu bezeichnen.

00:01:57: Sein Einwand lautet.

00:01:59: Das Risiko besteht ja bei allen.

00:02:02: Auch bei denen, die später keine Tatbegangen hätten.

00:02:06: Was zeigt uns das Beispiel tatsächlich und was dürfen wir da ausschliessen?

00:02:10: Dann noch ein vierter Spekt.

00:02:13: Muss man das Risiko mit dem Bevölkerungsdurchschnitt vergleichen?

00:02:17: Unser höher sagt... Dass er irgendeinem Mensch aus der Bevölkerung ein Tötungsdelikt begann, ist ausgebrochen selten.

00:02:25: Darum wäre selbst das Rückfallrisiko von weniger Prozent im Vergleich sehr hoch.

00:02:31: Er spricht vom Bild einer verkürzenden oder kürzeren Zündschnur und erfordert nicht Menschen für immer einsperren.

00:02:39: aber er fragt müsste den grossen Abstand zum Bevölkerungsdurchschnitt für die entscheidenden Ausschläge eben zu sein.

00:02:49: Also warum genügt es nicht zu sagen, der Mensch ist deutlich gefährlicher als die meisten anderen?

00:02:56: Ich finde die Zurückmeldung super weil es zeigt ja wo wir in der Argumentation noch klarer werden müssen oder die schärfen oder ebenfalls auch sonst gescheiden werden.

00:03:07: also merci vielmals für diese Frage die uns erreicht hat und Thierry ich bin sehr gespannt auf deine Antwort.

00:03:13: Hey Dori, ich bin der Jan Arnand-Wortschuldiger auf die Frage zu unserem Podcast.

00:03:17: Das hat von meiner Meinung nach gefragt, kann man überhaupt Rückfallwahrscheinlichkeit ganz genau errechnen?

00:03:24: Wie gesagt, aus dem, den wir aus dem Podcast ja miteinander angeschaut haben, ist es so, dass man nicht sagen kann, diese Person ist genau ein Prozent wert, sondern zurückfallen.

00:03:34: Wahrscheinlichkeit wird sich je nach Beton, je nach Pathologie Konstellation auch nach Szenarien unterscheiden.

00:03:41: Und genau das müssen wir eben versuchen mit neuen Instrumenten zu entwickeln.

00:03:46: und selbstständig wird es nicht so sein, dass man einfach sagen kann sie ist ein spezifischer Punkt wert sondern man hat dort immer eine gewisse Unschärfe drin.

00:03:53: aber so unschärfe respektiv wie die Masse an Unsicherheit kann man durch einen Kredibilitätsintervall ausdrücken und insofern ist der eben nicht eine Schienknauigkeit sondern es sind Wahrscheinlichkeitsranges wo man sagt für eine Person Das kann normativ schon erkenntnisreich sein, oder?

00:04:10: Und jemand erinnert sich auf den No- bis Zehnprozentbereich.

00:04:12: Im Zwei- bis Vierzig oder im Fünfzig Plus ist natürlich für eine normative Anwägungsverhältnismäßigkeit schon ziemlich relevant.

00:04:20: Und dann die zweite Frage mit dem Schwellenwert z. B. von Vierdriechspotent.

00:04:26: Dort hat er noch gesagt, dass das nicht etwas, was man mehr in Referenz zur Bevölkerung vergleichen müsste.

00:04:33: und wenn man dort so wie sagt ... bei der Tötungstelikte oder dergleichen, dass es enorm selten ist.

00:04:41: Dass man dort bei einer enorm teufenden Prävalenz sind und dann eben bei einer Person, die fünf bis drei Prozent hat, x-tausendmal über das Grundrisiko liegt, was in der Alpenvölkerung vorhanden ist.

00:04:53: Und ich habe diesen Gedanken grundsätzlich nachgewaltigt, also dass diese Personen einen deutlich erhöhtes relativen Risiko gegenüber dem NOA-Pfifze-Bürger haben.

00:05:02: Aber es ist halt Wenn wir den Referenz nur zur Allgemeinbevölkerung ziehen würden, dann würden wir ziemlich schnell zum Schluss kommen, dass wir einen erheblichen Teil fahnen und auf diese nehmen können.

00:05:15: Warum sind die Leute mit der entsprechenden Vorbelastung?

00:05:18: Die werden statistisch nicht alle, aber ein Teil doch!

00:05:22: Häufiger auch mal rückfällig.

00:05:24: Und darum würde es eigentlich im Nachsicht ziehen, dass wir so ein bisschen das amerikanische Modell haben mit Massencars-Rationen, die unglaublich teuer ist.

00:05:34: und dann muss man noch sagen, dass sie je nach Delight ja auch nicht gleich relevant ist.

00:05:38: also es Delight wie Vermögensdelinkernstiebsteu oder so weiter ist einfach nichts Gleichem wie Songeren.

00:05:46: Also... Der Hintergrund und die Nährgeiz eben darum, dass es recht immer für einen Interessensausgleich zu sorgen.

00:05:52: Und dass der Interessentusgleich eben auch heisst.

00:05:55: was würde das bedeuten wenn wir diese Entscheidungsstrategie auf Wunderbau extra polieren würden?

00:05:58: Würden wir dies gleich gelser Geld?

00:06:00: Also wenn ich jetzt eine Person wäre, die gefährlich war oder zumindest ein gewisses Grundrisiko hätte würde... Das kann ein Anfall sein, wie die Gesellschaft zum Schluss kommt.

00:06:09: Dass bei diesem Wahrscheinlichkeit das Wert nicht aufintervenieren darf und dass man so viel innaffiziert, was es eben nicht machen würde ist eine normative wichtige Überlegung.

00:06:19: Dass noch als Ergänzung aber gesehen wird,

00:06:22: wie

00:06:22: er auf den anderen Gesichtspunkt sprechen kommt.

00:06:27: Das mal meine paar Überlegungen.

00:06:29: Vielleicht kannst du mir das weiterleiten rein oder andere Formen.

00:06:33: Aber spannende Frage!

00:06:34: Und cool, dass der so breit.

00:06:38: Das war

00:06:43: es auf dem Weg als Anwältin.

00:06:45: Ich hoffe, die Folge hätte ich zum Weiterdenken

00:06:47: angeregt.

00:06:48: Verschiedene Ansätze,

00:06:49: Erfahrungen

00:06:50: und Perspektiven

00:06:51: helfen uns

00:06:52: gemeinsam besser zu werden!

00:06:54: Wenn dir diese Folge gefallen hat, freue ich mich über eine Bewertung.

00:06:57: Weitere Episoden um meine Bücher findest du auf meiner Homepage unter www.duri-bonin zusammengeschrieben.ch.

00:07:05: Danke fürs Zulassen und bis bald!

Über diesen Podcast

In diesem Podcast reflektiert Duri Bonin mit Gästen über Fragen rund um die Arbeit als Anwalt und Strafverteidiger: Was macht eine gute Anwältin aus? Wie organisiert man die Anwaltstätigkeit? Wie handhabt man den Umgang mit Klienten, Gegenanwälten, der Polizei, der Staatsanwaltschaft und den Gerichten? Was zeichnet ein gutes Plädoyer aus? Wie legt man sich eine Verteidigungsstrategie zurecht? Der spannenden Fragen sind vieler. Es ist ein Weg ins Urmenschliche, manchmal gar Allzumenschliche.

von und mit Duri Bonin

Abonnieren

Follow us