Auf dem Weg als Anwält:in

Auf dem Weg als Anwält:in

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00:00:00: Morgen, Thierry.

00:00:01: Ich habe gerade unser Podcast von gestern gehört und habe noch kleine Nachfrage.

00:00:06: Du schläfst ja eine Umfrage vor und die Umfrage soll zeigen wie Menschen Freiheit und Sicherheit gegeneinander abwägen wenn sie beide Seite ernst nehmen.

00:00:17: Du sagst dann ganz kurz man soll sich vorstellen selber zu den falschen Positiven als gefährlich eingeschätzten Menschen zu hören.

00:00:26: Die vorsorglichen eingesperrte Würden.

00:00:29: obwohl sie in Freiheit nicht rückfällig werden würden.

00:00:33: Wenn ich dich richtig verstehe, wäre es Risiko ein Opfer einer nicht verhinderten Straftat zu werden.

00:00:41: Das ist dagegen abzuwägen, das Risiko selbst unnötig der Freiheit beraubt zu werden als gefährlich eingestuft zu werden, obwohl man nicht ruckfälliger würde.

00:00:51: Die befragte Person muss sich wie beide Seiten anschauen bevor sie ihre Einschätzung abgibt.

00:00:59: Du nennst das Perspektiven der doppelten Betroffenheit in deinem Buch.

00:01:03: Und die doppelte Betroffheit soll verhindern, dass man die Freiheit von anderen Personen sehr leicht opfert, solange man sich selbst nicht in die Topferrollen denkt.

00:01:14: Bist du auch über diese Stelle leicht gestolpert und hast in allen Fall noch eine Ergänzung?

00:01:21: Danke vielmals für die Frage und es ist lustig.

00:01:23: Es ging mir im Fall genau gleich, wo ich diese Passagen gelassen habe.

00:01:26: Ich dachte gerade, dass es wirklich kurz kam.

00:01:29: Also der Hintergrund bei diesen Befragungsstudien ist, wenn man einfach die Leute geht fragen, was denken ... Ihr ist für ein Risiko vertretenbar.

00:01:42: Dann werden viele nicht ganz immun davor sein, ihre eigenen Interessen zu optimieren.

00:01:48: Und weil die meisten Leute in der Gesellschaft jetzt nicht zu den Gruppen gehören, die schwere Straftaten begeiden und somit bedroht ist durch strafrechtliche Freizeitentzuge, werde ich sagen ja, für mich ist Sicherheit vor Straftat viel zu relevanter.

00:02:02: gut und dann mache ich meine Gewichtung in diese Richtung hin.

00:02:07: Und das ist problematisch, weil es natürlich auch der Steighalter in den Strafjustiz, respektive im Justizvollzug passiert.

00:02:16: Und diese sind von diesen inneren Tendenzen nicht ganz befreit.

00:02:20: Nichts ist ein interessanter Ansatz entstanden in Teilen dieser Disziplin oder so untersucht, wo sie gesagt haben, dass es eigentlich viel schlauer ist wenn man Personen nachgefragt hat oder ihre Art befragen, dass sie nicht einseitig Interessen optimieren können.

00:02:39: Warum?

00:02:39: Zurecht sieht man vor, dass wir einen gerechten Interesse ausgleichen können.

00:02:45: Dass man eben keine Minderheiten noch stärker belastet als die Sonne hinter der V ist.

00:02:50: und gerade bei den Personen, die wir vorreden haben, ist es genau so eine Setting, in der die Gefahr besteht, dass man diese Minderheit wirklich sozial tut.

00:03:01: ausschliessen durch den strafrechtlichen Sanktionierungsrahmen.

00:03:05: Wenn man nicht die Personen nachfragen kann, in ihrer Art, dass sie nur ein Käu verlieren können, dann ist es wahrscheinlicher, dass sich die angeblichen Rückfallwahrscheinlichkeiten für eine rechtliche Intervention hoch genug sind und sich diese eher liberaler gestalten.

00:03:25: Wenn ich z.B.

00:03:26: nicht weiss, auf welcher Seite werde ich betroffen, dann würde ich viel eher mich gegen die Mitte von Wahrscheinlichkeitskala bewegen.

00:03:37: Also am Beispiel der Kinder, die wir gesagt haben, wenn jetzt eine Person gefragt wird, ja, zu einer Kind ist die gefährdende Person, zu anderen ist sie gefährdet.

00:03:47: dann kann ich auch nur verlieren mit jeder Abwägung.

00:03:51: Und weil ich weiss, es trifft so oder so eines meiner Kinder muss ich nachher zwischen Pest und Colour entscheiden.

00:03:58: Das bedeutet relativ schnell mal, dass sie wahrscheinlich gewisse Gewichtungen verschieben.

00:04:02: Das Gleiche ist bei den Ansätzen, wo man es quasi noch direkter bei der Person selber, die man befragt, adressiert.

00:04:09: Wenn man es danach fragt wie viele Tage wirst du in Freiheit entzogen gehen damit dir Die folgende Drohende ist der Aftat nicht passiert, also als Opfer nicht passiert.

00:04:21: Und dann musst du wie in beide Räume gehen und du musst dich einversetzen was ist mir meine Freiheit wert?

00:04:28: Wie wirkt das auf mich wenn ich nicht selber bestimmen kann aber du musst die andere Seite von den Opfern versetzen?

00:04:34: was passiert mit dir wenn ihr die Straftate erfahrt und wer man das so macht, wer man den Applaut verfolgt?

00:04:40: Dann sieht man einfach, dass sich die recht erheblichen Rückfallwahrscheinlichkeiten eher gegen die Mitte bewegen.

00:04:46: Und dann kann man eben auch sagen, warum was diese Vorschläge, die so klar unten oder oben ausschießt – also stichwort T- oder Achtig-Plus-Prozent-Rückfallwahl-Wahrscheinlichkeit für mich nicht wirklich so überzeugend sein, weil das würde ja bedeuten, dass man in die jeweils anderen extrem viel niederschwelliger ein... Das finde ich sehr unplausibel.

00:05:09: Ich kann das jetzt manchmal für mich sagen, dass wenn ich nicht wüsste ob es mich als Opfer oder Täter bereicht, dann würde ich wahrscheinlich nicht... eine Wert wählen, die links oder rechts ganz auf der Skala ist.

00:05:23: Sondern wir versuchen diese Interesse einigermaßen auszugleichen damit eben nachher für mich ohne Art wie ein Hatching geht egal welchen Raum ich betroffen bin.

00:05:33: Ich habe dann dort noch irgendwie das andere Gewicht mit dieser Rechnung gestellt und darum glaube ich den Ansatz so vielversprechend wird es genau sich ummünzt.

00:05:43: also welche Rückfallwahrscheinlichkeit die Leute würden als Legitimer achten Das müssen wir untersuchen.

00:05:50: Hier ist auch noch viel empirische Unsicherheit.

00:05:52: Dazu gibt es zurzeit noch keine Studierschweiz, aber es wäre nicht so trotz spannender Ansatz, die eben auch etwas aus dem Auserlösen kann, das in der konkreten V-Praxis gerichtet wird.

00:06:03: Nämlich vor sich zu sehen, dass sie einfach sagen, ja gut ich habe jetzt den Wert ohne irgendwelche Guidelines nur aus mir heraus bestimmen und dann auch die schwierigen Dynamiken, die ich gesagt habe plus noch die wesentlichen Reputations.

00:06:18: Das ist keine Überlegung.

00:06:20: Aber ich hoffe, dass wir mit dem etwas genauer beschreiben und die Leute uns mehr untervorstellen können als mit den wenigen Worten, was man am Schluss sagt.

00:06:28: Merci Tiere!

00:06:29: Super spannend, um es vielleicht schnell auch hundert Personen konkretisieren.

00:06:35: Angenommen hundert Menschen haben genau das gleiche geschätzte Rückfallrisiko bei dieser Schwelle von thirty-fünf Prozent, die du annimmst.

00:06:44: Während also von diesen hundert Personen mit dem gleichen Risiko würden die Füffendriske rückfällig werden, gleichzeitig bedeutet das, dass fünfe Sechs Personen nicht rückgefällig sind.

00:06:56: Und die Frage bei der doppelten Betroffenheit lautet dann eben nicht nur wie verhindern wir diese Daten dieser Füffe Driss?

00:07:03: So ein richtig ergänzt lautet dann eben die Zweipfrag.

00:07:07: Welche Freiheitsentziehung mutete man den anderen sixty-fünf zu, wo nicht rückfällig werden würde?

00:07:13: Oder warum haben wir das für sich gedacht?

00:07:17: Was ist, wenn ich zu diesen Personen höre und vorsorglich eingesperrt werde – also diese sixty-five, wo man vorsorgliche Wege sperrt, obwohl sie später gar nicht rickfälliger werden würden?

00:07:27: Die doppelte Frage soll aber verhindern, dass man die Frehebe von anderen zu leichtfertigen Opfer hat.

00:07:35: Solange man sich selbst nicht in die Opfer rollen, von dieser Freiheit entziehenden Maßnahmen denkt.

00:07:42: Meine Vermutung ist, dass unser System heute diese Schwellen zu tief ansetzt – also zu schnell und zu leicht fertig weggesperrt, weil man immer davon ausgeht, einem selbst trifft es nicht.

00:07:56: Man tut gar nicht voranschlagen.

00:07:58: Was für einen höheren Prozent hat man eigentlich weggesperrt, obwohl es nicht mehr rückfällig würde?

00:08:03: Auf jeden Fall ist das eine sehr spannende Frage.

00:08:08: Das war es auf dem Weg als Anwältin.

00:08:11: Ich hoffe die Folge hätte ich zum Weiterdenken angeregt.

00:08:14: Verschiedene Ansätze, Erfahrungen und Perspektiven helfen uns gemeinsam besser zu werden.

00:08:20: Wenn dir diese Folge gefallen hat, freue ich mich über eine Bewertung!

00:08:23: Weitere Episoden und meine Bücher findest du auf meiner Homepage unter www.duri-bonin zusammengeschrieben.ch.

00:08:31: Danke fürs Zulassen und bis bald!

Über diesen Podcast

In diesem Podcast reflektiert Duri Bonin mit Gästen über Fragen rund um die Arbeit als Anwalt und Strafverteidiger: Was macht eine gute Anwältin aus? Wie organisiert man die Anwaltstätigkeit? Wie handhabt man den Umgang mit Klienten, Gegenanwälten, der Polizei, der Staatsanwaltschaft und den Gerichten? Was zeichnet ein gutes Plädoyer aus? Wie legt man sich eine Verteidigungsstrategie zurecht? Der spannenden Fragen sind vieler. Es ist ein Weg ins Urmenschliche, manchmal gar Allzumenschliche.

von und mit Duri Bonin

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