Auf dem Weg als Anwält:in

Auf dem Weg als Anwält:in

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00:00:00: Bücher zum Podcast zur Anwalztätigkeit, zu Stropherteidigung oder Anwalzbrüffung findest du auf meiner Homepage unter www.duriboninzehmengeschrieben.ch.

00:00:15: Zum stöbern, nachlesen und weiterdenken.

00:00:17: – jetzt zur Folge!

00:00:22: Wenn ihr euch jetzt angeschaut wie Handungsfähigkeit unter Druck im Spitzesport bestehen bleibt.

00:00:29: Jetzt wollen wir das adaptieren für die Anwaltsberufung oder den Beruf als Strophenteitiger.

00:00:35: Wie übersetzen wir das?

00:00:36: Nicht kopieren, übersetzen!

00:00:39: Wir sind nicht mit Kehlen Schiff in einem Starthaus.

00:00:42: Ich bin kein Max Verstappene Kurveneis sondern du bist Kandidatin für die Einwalt der Berufung.

00:00:50: ich bin der Anwalt von Robert Gericht.

00:00:53: Du bist der Staatsanwalt in deinen ersten Einnahmen.

00:00:57: Du hast jetzt vielleicht eine ganz komplizierte Diskussion und Besprechung mit den Klienten in der Zelle.

00:01:03: Aber die psychologische Grundfrage bleibt gleich, wie komme ich im Druck zur Aufgabe?

00:01:10: Der erste Punkt ist du trainierst nicht nur Wissen sondern auch Abrufbarkeit.

00:01:16: Das ist gerade in einer Anwaltsprüfung entscheidend!

00:01:20: Du weisst viel mehr, als du meist unter Druck zeigen kannst.

00:01:23: Du weiss auch viel mehr als die Experten, die dich prüfen.

00:01:27: Du könntest auch jeden Fall lösen, solange du nicht in dieser Drucksituation gefragt wirst.

00:01:33: Du kannst ganz sauber denken wenn es dir nicht zu beruhtigt.

00:01:38: Du können gut argumentieren, solang niemand widerspricht.

00:01:42: Aber so eine Anwaltsprüfung geht's nicht nur um Wissen.

00:01:45: Wissen haben alle mehr als genug.

00:01:48: Sie testen Wissen unter Bedingungen, Zeitdruckbewertung und Sicherheit nachfragen und klaren Sachverhalten erwarten.

00:01:58: Darum muss die Vorbereitung genau diese Bedingung zumindest steilweise enthalten.

00:02:04: Ich büte darum bei meinen Unterlagen für die Anwaltsbrüfung nicht nur vier Bände zum materiellen Recht an.

00:02:11: Sondern darum gibt es auch noch einen Band, den ich durch die Darwaltsbrüffung erfolgreich erfolge.

00:02:15: Wo gerade diese mentalen Fragen aufnimmt.

00:02:18: Also Lernmanagement.

00:02:20: Das Lernen lernen.

00:02:21: Jeder meinte der könnte lernen aber so einfach ist das nicht.

00:02:25: Dann vor allem Auftrittskompetenz und mentale Stärke.

00:02:29: Wir verbringen unglaublich viel Zeit in der Schule, aber eigentlich die wichtigsten Softfaktoren die uns zum Erfolg heibringen, lernen wir bei Doing ohne das einmal reflektierte Anzug.

00:02:42: Also stelle dir vor es gibt Kandidateninnen und Kandidatinnen.

00:02:46: Die lernen vier bis sechs Monate für die mündliche Anwaltsberufung jeden Tag sieben Stärken in der Woche.

00:02:55: Prozessrecht, Stoffrecht, Zivilrecht, Verwaltungsrecht, Standardsrecht.

00:03:01: Sie denken wenn ich genug weiss werde ich ruhig Aber das stimmt nicht.

00:03:07: Wissen beruhigt vielleicht zu einem gewissen Mass, aber wissen alleine reguliert nicht den Körper.

00:03:14: und wenn es hier nicht mehr nachkommt mit Verarbeiten, dann stellst du den wichtigsten Motor ab.

00:03:20: Und wenn du am Prüfungtag sitzt, spürst du eben deinem Puls erst recht?

00:03:25: Das Maul ist trocken!

00:03:27: Die Stimme ist enger!

00:03:28: Der erste Gedanke ist dann nicht auf die erste Frage.

00:03:31: Ich habe jetzt das sauber ab Sondern... Was, wenn ich diese Frage nicht habe?

00:03:37: Und genau da braucht es die Routine.

00:03:39: Und genau dort braucht es eben das rechtseitige Norddenken wie ein Lernprozess stattfindet und wie viel Wissen überhaupt verarbeiten werden kann.

00:03:50: Das macht man gescheiterweise nicht nach der ersten Prüfung wo man durch geht ist sondern rechtzeitig in der Vorbereitung.

00:03:57: Gescheit lernen, die eigenen Struktur und den Möglichkeiten gemäß lernen.

00:04:03: und man muss sich bewusst machen.

00:04:05: Ein Kehren unter Stress hat keine Lust auf Experimente, der greift es auf Bekanntes zurück.

00:04:12: Und das Bekannte ist Hektischlesen, innerlich schimpfen, vergleichen Katastrophen hervorrufen, katastrophisieren, dann kommt genau das.

00:04:25: Wenn aber das Bekannte ist ein guter Song Atem-Satzstruktur erster Schritt dann kommt eher das.

00:04:34: Darum macht es ein Mako oder so?

00:04:37: Darum mache ich das Malai Kamihambo so.

00:04:40: Das ist der Sinn von der Routine, nicht Magie sondern Wiederholung.

00:04:45: Deshalb sollte man sich mit dieser Frage auseinander setzen wie die Routinen für die Arbeitsprüfung aussehen sollen.

00:04:52: Was ist mein Zielzustand?

00:04:54: und den Zielschuss an ist nicht Ich will nicht nervös sein natürlich bist du nervös sondern besser ist Ich will ruhig und klar anfangen, oder ich will wach und strukturiert antworten.

00:05:08: Oder ich will langsam reden und zuerst ordnen.

00:05:11: Dann verbindet es zum Beispiel mit Michael Schifferin mit einem Song.

00:05:16: Nicht auch eine Zäsongs, sondern einem.

00:05:20: Irgendes Beispiel was dir gefällt um welchem Rhythmus entspricht wo du dem Tag möchtest transportieren der Energie Ein Song, der Kraft hat aber nicht Aggressionen.

00:05:33: Das wäre vielleicht auch nicht das Beste.

00:05:36: Für viele Prüfungssituation ist es gut, du brichst noch mehr Adrenalin, sondern du brauchst gerichtet die Energie.

00:05:45: Michaela Schiffrin hat so beschrieben vor wichtigen Rennen, dass sie epische instrumentale Musik lasse und dort hat sie vorher schon innere Bilder von ihrem perfekten Lauf verwobben.

00:05:59: Sie hat immer wieder gelost und sich den perfekten Lauf vorgestellt.

00:06:03: Dann läuft sie das zwischen ihren Läufen.

00:06:07: Bei anderen funktioniert eine ruhige Song, bei anderen kämpferische und bei anderen wieder ein Song, der Identität gibt oder schöne Erinnerungen hervorruft.

00:06:18: So ein Song hat einen Sinn von einem Anker oder so einem Satz.

00:06:23: Und so einer Routine aufzubauen ist keine Hickserei Geht ja drei bis fünf Minuten.

00:06:29: Du setzt dich hin, du startest den Song.

00:06:33: Die ersten dreißig Sekunden machst vielleicht nichts.

00:06:35: Du kommst an... ...du atmisch!

00:06:39: Nicht kompliziert, nicht perfekt.

00:06:41: Nur so dass der Körper merkt ich muss nicht pflüchten.

00:06:45: Ich bin jetzt ganz da.

00:06:47: Du spürst deine Füsse am Boden.

00:06:49: Du richtest dich auf und lass die Zulterin sinken Und du sagst durch deinen inneren Satz, wie ich ordne zuerst oder ruhig klar Schritt für Schritt.

00:07:01: Ich muss jetzt nicht alles auf einmal lösen und dann visualisierst du es nicht zu bestehen von der Anwaltsprüfung sondern du visualisirst den Anfang der Anwaltsprüfungen.

00:07:13: Du kommst innen, du sagest Hallo, du bist ansitzen, du nimmst die erste Frage entgegen, du lösst dich zu bis die Frage fertig ist Du atmest aus und dann fährst du nicht sofort da reden.

00:07:28: Du sagst, ich würde das in der Eubschritt prüfen oder ich ordne kurz den Sachverhalt ein.

00:07:35: Oder der erste Punkt ist die Frage von Zuständigkeit.

00:07:39: Und dann fahrst du an!

00:07:42: Das ist ganz entscheidend.

00:07:44: Los unbedingt noch mal der Podcast zur Visualisierung.

00:07:47: Nicht den Erfolg visualisieren sondern das Verhalten.

00:07:51: Der Erfolg ist viel zu weit weg.

00:07:53: Verhalten ist steuerbar.

00:07:56: Also Michael Schiffen stellt sich nicht vor, wie sie erfolgreich ins Ziel fährt sondern wie sie sich aus dem Stadthaus katapultiert.

00:08:04: Diese Routine kannst du ja zum Beispiel von jeder ernsthaften Lerneinheit machen.

00:08:09: Von jeder Simulation.

00:08:11: Von jedem mündlichen Abfrag durch einen Prüfungskollegen und v.a.

00:08:16: musst du es auch machen.

00:08:17: einem schlechten Tag Es gibt doch das bekannte Zensität Solltest du jeden Tag zwanzig Minuten meditieren, ausser du bist mega beschäftigt.

00:08:27: Dann solltest du stund sitzen!

00:08:30: Also gerade bei so spiritueller Weg zeigt sich wie man mit unbehagen umgeht.

00:08:35: Nicht die angenehmen Zustände sind ja eigentliche Praxis.

00:08:39: Sondern in diesen Momenten wo man sich verhärtet, flüchten möchte oder innerliche Kämpfe ausficht.

00:08:46: Genau dort üben wir.

00:08:49: Nicht automatisch zu reagieren, sondern wach zu bleiben, weich zu werden und gegenwärtig zu bleiben.

00:08:56: Also schlechte Tage beim Lernen sind nicht die Ausnahme der Praxis, sondern eine schlechte Tag ist der Grund für diese Praxis.

00:09:04: Wenn ich ruhig und ausgeglichen bin, ist es einfach ruhig zu sitzen.

00:09:08: Wenn ich gelassen bin, dann ist es leicht gelassen zu atmen.

00:09:13: Wenn alles stimmt, brauche ich die Meditation nicht.

00:09:16: Aber wenn es im Kopf laut ist, wenn der Körper unruhig ist.

00:09:20: Wenn ich verzweifle, wenn ich unglaublich gereizt bin... ...wenn ich Angst habe und überhaupt keine Lust habe, dann zeigt sich ob Praxis dreht.

00:09:30: Also ob der Tag gut oder schlecht ist.

00:09:33: Ich setze mich hin, ich atme, ich merke So ist es heute.

00:09:38: Genau dann entsteht Freiheit aber nicht die Freiheit immer ruhig zu sein sondern Freiheit in der Unruhe handlungsfähig zu bleiben.

00:09:48: Darum müssen wir die Routinen nicht nur den guten Tag trainieren, denn da haben wir genau das Problem, was ich oben geschildert habe.

00:09:55: Dass du dann eben nur trainierst wenn du ruhig bist und dann hast du ja nur trainiert das Trainieren in Ruhe.

00:10:02: Sondern man muss auch trainieren wenn man eben nicht ausgeschlafen ist, nicht motiviertisch und nicht stabil ist.

00:10:08: Dann am Tag von der Anwaltsprüfung, am Tag deiner ersten Gerichtsverhandlung weisst du nicht in welchem inneren Zustand du dort stehen wirst.

00:10:18: Vielleicht unruhig?

00:10:19: Vielleicht auch nicht?

00:10:21: Vielleicht hast du vorher gut geschlafen?

00:10:23: Vielleicht aber auch

00:10:24: nicht?!

00:10:25: Vielleicht kommt die erste Frage an den Anwaltenprüfungen ideal!

00:10:29: Aber vielleicht kommt sie auch unglaublich brutal.

00:10:32: und genau darum muss die Routine auch ein schlechter Tag geübt worden sein... weil sonst ist es keine Drucksroutinen.

00:10:40: Also auch einen schlechten Tag anzusitzen, so ein Atmen, Satz und dann starten mit Lernen.

00:10:49: Und dann dreht die Routine auch in einem schlechten Zustand.

00:10:55: Das war es auf dem Weg als Anwältin.

00:10:57: Ich hoffe, diese Folge hätte ich zum Weiterdenken angeregt.

00:11:01: Verschiedene Ansätze, Erfahrungen und Perspektiven helfen uns gemeinsam besser zu werden!

00:11:06: Wenn dir die Folge gefallen hat, freue ich mich über eine Bewertung.

00:11:10: Weitere Episoden und meine Bücher findest du auf meiner Homepage unter www.duribonin.ch.

00:11:17: Danke fürs Zulassen und bis bald!

Über diesen Podcast

In diesem Podcast reflektiert Duri Bonin mit Gästen über Fragen rund um die Arbeit als Anwalt und Strafverteidiger: Was macht eine gute Anwältin aus? Wie organisiert man die Anwaltstätigkeit? Wie handhabt man den Umgang mit Klienten, Gegenanwälten, der Polizei, der Staatsanwaltschaft und den Gerichten? Was zeichnet ein gutes Plädoyer aus? Wie legt man sich eine Verteidigungsstrategie zurecht? Der spannenden Fragen sind vieler. Es ist ein Weg ins Urmenschliche, manchmal gar Allzumenschliche.

von und mit Duri Bonin

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