00:00:00: Bücher zum Podcast zur Anwalztätigkeit, zu Stoffverteidigung oder Anwalzbrüffung findest du auf meiner Homepage unter www.duriboninzehmengeschrieben.ch.
00:00:15: Zum stöbern, nachlesen und weiterdenken.
00:00:18: Jetzt zur Folge Was macht ein gutes Stoffvorteil aus?
00:00:25: Ich bin jetzt etwas mehr als zwanzig Jahre in der Stoffjustiz tätig Und habe in diesem Zusammenhang Einige Urteile selber geschrieben und vor allem sehr viele Urteilen gelesen.
00:00:37: Das Strophorteil ist kein juristisch-möbelstück, das ist auch kein literarisches Werk.
00:00:43: Es ist auch keine moralischen Kommentar zur Welt!
00:00:47: Ein Stropheteil ist die schärfste zivilisierte Antwort vom Staat auf menschliches Verhalten.
00:00:53: Mit einem Urteil kann man Freiheit nehmen Man kann einen Ruf zerstören Man kann ein Opfer bestätigen oder erneut verletzen Man kann Vertrauen schaffen und man kann aber auch Vertrauen beschädigen.
00:01:06: Darum ist die Qualitätsfrage nicht, ist ein Vorteil schön geschrieben, sondern die erste und zentrale Frage lautet Halte Zurteil Stand?
00:01:16: Haltet Stand der Akten vor dem Gesetz von der Beschuldigten Person vor den Geschädigten Personen vor der Öffentlichkeit?
00:01:25: Und halte es auch Stand der stillen Instanz wo jedes gutes Gericht im Nacken spüren muss, nämlich die Möglichkeit sich zu zieren.
00:01:34: Ein gutes Strophenverfahren ist nicht ein Urteil, das besonders laut überzeugt.
00:01:39: Ein gutes Urteil fährt schon im Stropheverfahren an.
00:01:43: Ein schlechtes Urteil kann sein Ursprung in dem Verfahren selber haben.
00:01:47: Weil im Strafrecht ist den Strophenerfahren an sich Teil der Gerechtigkeit selbst.
00:01:53: Losst mir den Leuten zu!
00:01:55: Hat man das Gefühl, dass man von einem unabhängigen Gericht beurteilt wird?
00:01:59: Dass man übereinrichtet und nicht einfach nur verwaltet.
00:02:02: Von einem Gericht, der die Akten auch wirklich kennt.
00:02:06: Ein Gericht wo auch eine Ahnung hat wie eine Strafuntersuchung funktioniert.
00:02:10: Hat man nach dem Gerichtsverhandlungsgefühl, dass da wirklich rechtgesprochen wird?
00:02:16: oder wird einem hier einfach ein Ergebnis zugestellt?
00:02:19: Das rechtliche Gehör ist kein Höflichkeitsritual.
00:02:22: Es ist die elementare Bedingung, dass es urteillegitim ist.
00:02:26: Und das bedingt eben auch jemandem.
00:02:28: Auch wenn man das im Kanton Zürich ungern gehört, dass man Züge noch einmal loslose.
00:02:34: Dass man sich ein eigenes Bild von diesen Personen verschafft.
00:02:38: Ein Protokoll ist eine massive Reduktion und es ist kuratiert und man muss sich dieses Leute, wenn sie entscheidend sind für dort als Findung einfach selber vor Schrank holen.
00:02:49: Und das unabhängige Zuständigen und parteinische Gericht ist kein organisatorisches Detail.
00:02:56: Das ist die Schwelle über die der Stadt retten muss, bevor er überschulden urteilen darf... ...und ein gutes Strafvorteil lässt darum erkennen.
00:03:05: Parteien konnten sich äußeren.
00:03:07: Man hat diese Äusserungen zur Kenntnis genommen.
00:03:10: Man hätte die wesentliche Vorbringung verstanden.
00:03:14: Beweissaträge wurden nicht einfach nur wegen erledigt sondern prüft worden.
00:03:19: Ein Gericht hat nicht bloß einfach entschieden aufgrund der Akten, die er im Staatsanwalt zusammengestellt hatte.
00:03:25: Sondern es hat zugelassen.
00:03:27: Das ist der erste Prüfsteil.
00:03:29: Nichts hat das Gericht am Ende recht gehabt, weil das Gerichte immer recht war und ein Feltjahrsurteil fehlt, sondern es durfte so zu diesem Schuldspruch kommen ins Verfahren insgesamt gerecht sein.
00:03:44: Der zweite Prüfstein ist den Anklagegrundsatz.
00:03:48: Ein Nachlag ist nicht einfach eine Dekoration, sondern sie sagt oder sollte sagen wer sich gegen was verteidigen muss.
00:03:56: Was ist ganz konkrete Vorwurf?
00:04:00: Sie schützt die beschuldigte Person von einem wandenden Prozess gegen den Stand.
00:04:05: Sie schützen aber auch das Gericht der Versuchung als vermeintlich gerechtes Ergebnis mit dem anderen Sachverhalt zu retten.
00:04:13: Gerichte haben ja sehr oft Tendenz, oder zumindest ist das meine Meinung, dass sie diese Tendenze hat.
00:04:18: Dass verkorkste Untersuchungen irgendwie noch wenn retten.
00:04:22: Und dem sollte eigentlich auch klar in Prinzip ein gewisser Regel schieben.
00:04:26: Ein Gericht darf rechtlich denken und anders qualifizieren.
00:04:31: Aber es dürfte den anklagten Lebensvorgang nicht heimlich ersetzen.
00:04:35: Das klingt völlig klar aber es ist nicht so selbstverständlich.
00:04:39: Oeben dir ließest du Verurteilung?
00:04:42: wo du weisst oder spürst, dass man im Hintergrund von einem anderen Sachverhalt ausgeht, der halt nicht in dem Nachlageprinzip Platz hat und dann tut man für etwas Schuldigesprächen, wo man eigentlich weiß, dass es so nichts war.
00:04:56: Also die Nachlagerschrift bestimmt den Gegenstand eines Gerichtsverfahrens.
00:05:00: Sie hätten eine Umgrenzung und eine Informationsfunktion.
00:05:03: Ein gutes Strophorteil fragt darum mit fast pendantischer Nüchternheit Was genau ist angeklagt?
00:05:12: Welche Tat, welche Zeit, welches Ort, welche Handlung, welche innere Haltung, welche Beteiligungsformen und welche Folgen.
00:05:21: Und was, was genau ist davon bewiesen?
00:05:25: Alles andere ist Nebel – alles andere ist Treibsand!
00:05:28: Und ein Nebel ist kein Boden für den Schuldspruch.
00:05:31: Das dritte Qualitätskriterium ist die Sachverhaltsfeststellung.
00:05:35: Ein schlechtes Urteil erzählt, ein gutes Urteil stellt fest Es langen nicht, einfach die Akte zusammenzufassen.
00:05:44: Strafrecht verlangt mehr!
00:05:46: Es verlangten keine Fleissarbeit sondern es verlagten die klare Feststellung von dem was das Gericht als Beweise erachtet.
00:05:55: So wie man der Anwälte immer wieder sagt ihr müsst das nicht wiederholen wir kennen die Akten kann man das genau zurückspiegeln.
00:06:02: Man muss uns nicht im Detail erzählen auch nicht den Beschuldigten was der Akteinhalt ist.
00:06:09: Sondern man muss klipp und klar festhalten, was das Gericht als Beweis erachtet.
00:06:15: Und ebenso müssen wir festhalten was man nicht für Beweise erachtet.
00:06:21: Also ein gutes Urteil sagt, gestützt auf diese Beweise stellen wir fest, dass... Wenn man das nicht sagen kann, dann muss man den Mut haben, es nicht zu sagen.
00:06:31: Die Kunst liegt nicht drin in den Fall dramatisch zu ordnen.
00:06:37: Sie bewieserechtlich zu disziplinieren.
00:06:40: Und das Sachfall muss so präzise festgestellt werden, dass die Substanzion sich daraus ableitet.
00:06:46: Datzeit, datort, dathandlung, datmittel, datvolk, kausalität, Vorsatz und Fahrlässigkeit.
00:06:54: Das sind die tragenden Balken eines Urteils.
00:06:58: Sehr oft erlebst du, dass zeitweise Taktor zusammengefasst wird aber die eigentliche Zementierende Leistung.
00:07:06: Was ist bewiesen?
00:07:07: Warum ist es bewiesen, das fängt meistens an einem sehr kleinen Ort Platz.
00:07:12: Das ist eine eigene elementarschwierige Denkleistung.
00:07:16: Zusammenfassend kann jeder!
00:07:18: Wo der Sachverhalt schwimmt, verdrinkt Rechtsanwendungen.
00:07:23: Es braucht einen klaren Anker im Sachverhalten.
00:07:27: zur Beweiswürdigung Im Strafvorteil geht's nicht um Glauben.
00:07:33: Sehr oft haben Richter das Gefühl Und das schließe ich aus persönlicher Gespräche, dass aus dem persönlichen Eindruck und ihrer allgemeinen Lebenserfahrung, dass sie halt immer wieder Leute vor Gericht haben.
00:07:46: Und Sie halt quasi gottlich in den Urteil sprechen können – das Gefühl haben sie durchschaut diese Leute!
00:07:52: Aber es geht nicht um Glauben im Strafprozess Es geht um Beweiswürdigung, es geht um Würdigung von Aussagen.
00:08:00: Und freie Beweiswürdung heisst nicht, das Gericht ist frei, sein Eindruck zu folgen.
00:08:06: Das ist nämlich nichts anderes als ein Eindruck, was man von Schranken hat in einer ganz speziellen zugespitzen Situation.
00:08:14: Sondern das heisse Gesicht ist frei vor gesetzlichen Beweisregeln, nicht mehr wie früher.
00:08:19: Um etwas Schuldigesprechen braucht es zwei Zügen – das war früher mal eine Beweiseregel – sondern sie ist nicht frei für Begründungen, Logik, Erfahrung und Akten.
00:08:30: Und das bedingt, dass man sich mit der Vernehmungslärmung auseinandersetzt.
00:08:34: Mit einer Aussagewürdigung auseinsetzt.
00:08:38: Ein gutes Urteil begnügt sich nicht mit Sets wie «die Aussagen wirken glaubhaft» oder die Argumenten von den beschuldigten Personenvermögen zu überzeugen.
00:08:48: Das ist viel zu wenig!
00:08:50: Ein gutes urteil fragt viel genauer.
00:08:53: Woher weiss eine Person was sie sagt?
00:08:56: Was hat sie unmittelbar
00:08:57: wahrgenommen?!
00:08:58: Was hat sie rekonstruiert?
00:09:01: Was hat Sie gehört, wo ist sie konstant.
00:09:04: Wo weicht sie ab?
00:09:05: Ist die Konstanz ein Grund zu mir glauben oder gerade nicht glauben?
00:09:11: Sind Abweichungen natürlich oder belastend?
00:09:14: Gibt es äussere Anker?
00:09:16: Spuren, Nachrichten, Urkunden, Zeitabläufe, medizinische Befund, technische Daten?
00:09:22: Gilt's Belastungsmotiv?
00:09:24: Gift's Entlastungsmotif?
00:09:25: Geht's Erinnerungslücken?
00:09:28: sind die Erinnerungslücke allerfalls menschlich oder wirken diese Lücken konstruiert?
00:09:33: Wenn jemand leugt, gibt es allefalls andere Gründe warum man nicht wahren zu sein.
00:09:39: Ein guter Richter fürchtet nicht den Widerspruch der erführten unerklärte Widersprache.
00:09:45: Besonders vorsichtig mit dem Urteil muss man sein wo Aussage gegen Aussage steht.
00:09:51: Nicht weil solche Konstellationen nicht entscheidbar wären.
00:09:56: Das sind sie nicht, die sind entscheidbar.
00:09:58: Aber diese verlangen ganz saubere Denkarbeit.
00:10:03: Wer hier mit Textbaustein und Floskel schafft, schafft aufs Sand!
00:10:08: Dann gibt es ja den Satz, wo alle kennen – aber doch alle missverstehen – in Dubio Pro Reo.
00:10:14: Das ist etwas, was man oft gefühlt hat, das wird dann so mit Viren auch ums Urteil geschwenkt.
00:10:20: Aber das ist es nicht.
00:10:22: Es ist kein Ersatz für eine Beweiswürdigung.
00:10:26: Indubiborea fort Detta, wo es denken unbequem wird.
00:10:30: Es greift dort, wo nach sorgfältiger Würdigung Zweifel bestarbleibt.
00:10:37: Wenn ich ganz ehrlich sein soll in dem Podcast, dann habe ich oft das Gefühl, dass die erste Instanz im Zweifeln Liebeschuldung spricht.
00:10:45: In der Vorstellung sollte doch das Sobergericht freisprechen!
00:10:51: Aber das kann es nicht sein, das ist keine Aufgabe.
00:10:54: Ich hoffe sehr, ich lege da falsch.
00:10:57: Ein gutes Strafurteil muss eine innere Redlichkeit haben.
00:11:02: Es versteckt Zweifel nicht!
00:11:03: Es ist nie alles klar – es gibt immer Zweifeln.
00:11:07: Die froheste und einfach sind die erheblichen Zweifels in der Kernthematik.
00:11:13: Also ein gutes Urteil tut seine Zwiebeln nicht verschweigen sondern es benennt sie und beruft sie und erklärt Warum man sie überwinden kann oder warum man sie nicht überwenden kann?
00:11:26: Nach der Feststellung des Sachverhalts kommt es rechtlich hin.
00:11:30: Und da sieht man oft, ob ein Urteil wirklich gedacht ist oder nur komponiert.
00:11:35: Ein Strafvorteil darf nie aus der Stimmung herausgefällt werden.
00:11:40: Gerade bei uns in einem Aktenprozess ist es so gefährlich, dass man Taktor studiert meint und weiß wie das war ... Dann leider nur die Beschuldig-Personen nochmal anlassen, sich nicht das umfassendes Bild noch einmal im Kanton Zürich machen und dann aus dieser Atmosphäre hinaus und aus der Selbstgewissheit, wo eben auch hierher rührt, dass man die Ambivalenzen und die Drucksituation in einem Strafprozess selbst noch nie erlebt hat.
00:12:06: Und ich habe auch nie den Strafgestalt geschafft, damit man dann aus der Atmosphere heraus ein Urteil
00:12:11: fällt.".
00:12:12: Aber es darf keine Strafbarkeit sein, weil jemand unsympathisch auftritt.
00:12:16: Es darf nicht um eine Strafvorteil führen, weil er aus einer Lebenswirklichkeit kommt, die wir gar nicht ermessen können.
00:12:23: Strafbare ist auch nicht eine schlechte Lebensführung und strafbar ist auch kein verdachtes Nächte.
00:12:30: Sondern Strafpartei ist nur gegeben wenn der festgestellte Sachverhalt die gesetzlichen Tabestandsmerkmal erfüllt.
00:12:38: Unter Gesetz geben du gut daran, die möglichst klar und eng zum Schreiben.
00:12:42: Und jedes Tapestandselement ist eine Schwelle – und das Gericht muss jede Schwelle überschreiten!
00:12:49: Nun nicht mit grossen Wortes, sondern mit einer sauberen Subsumption.
00:12:53: Objektive Tapestanden, subjektive tapestande Rechtswidrigkeitsschuld, Versuch, Teilnahmekonkurrenz, Verjährung, Rechtfertigungsgründ, Schuldauschlussgründ.
00:13:05: Was strittig ist, muss beruft werden.
00:13:07: Wenn der Anwalt etwas behauptet, dann hat man sich damit auseinandersetzen.
00:13:12: Was entscheidend ist, muß begründet werden.
00:13:15: Was im Gericht selbstverständlich scheint, ist oftmals gerade nicht selbstverständlicher.
00:13:21: Ein gutes Strophurteil zeigt die Bewegung vom Faktum zur Norm.
00:13:26: Es sei nicht einfach, dass dieser Tabelstand erfüllt, sondern es zeigt und benennt warum.
00:13:33: Die Subzumption ist eigentlich der Ort, wo sich die richtige Disziplin gegen die richterliche Intuition behaupten muss.
00:13:41: Und ja!
00:13:42: Ein guter Frischbuch ist kein Scheitern vom Recht.
00:13:46: Ein gutes Frischbruch ist recht.
00:13:49: Es ist keine Niederlage.
00:13:51: Kommen wir zur Strafzumessung?
00:13:54: Die Straf-Zumessing ist der eigentliche Charakter des Urteils.
00:13:59: Weil... Der Schuldsbruch ist der schärfste Ausdruck vom Recht.
00:14:04: Strafmass ist keine Zahl!
00:14:07: Strafmass ist Rechtsanwendung in die Zahl und vor den Richtern steht ein Mensch.
00:14:13: Ein gutes Strafvorteil erklärt darum, was ist ordentliche Strophenrahmen?
00:14:18: Wo liegt der Ausgangspunkt?
00:14:20: Welche Teilkomponenten hören zu verschulden?
00:14:23: Welchen mindert es?
00:14:25: Welches?
00:14:25: Täterkomponente sind erheblich?
00:14:28: Welche Vorstrafe erzählen und warum?
00:14:30: Was ist im Nachtabverhalten relevant?
00:14:33: Welche Wirkung hat die Strafe?
00:14:36: Warum ist der Vollzug Teilbedingt oder unbedingt aussprechen?
00:14:40: Warum kann man nicht einen tieferen Straf geben, warum ist aber auch nicht mehr gerechtfertigt.
00:14:47: Und vor allem ein Urteil darf nicht doppelt werden.
00:14:50: Was schon als Abbestandsmerkmal ist, darf nicht nochmal in den Strafschärfungen erscheinen.
00:14:58: Aus das liegt eine besondere Intensität vor, die darüber hinausgeht.
00:15:02: Die Straftumesser ist der Ort, wo ein Gericht zeigen muss, dass es nicht zürnend ist, sondern es errichtet.
00:15:10: Wer straft, sollte im Maß halten.
00:15:13: Wer maßhaltet, muss begründen.
00:15:16: Wer nicht superbegründet, übt einfach Macht aus und das langen nicht die genannten Elemente einfach abzupetten, sondern man muss den Menschen der einzelnen Fall dahinter wirklich spüren.
00:15:31: Und das Urteil ist nicht fertig mit dem Schuldsbruch, sondern es gibt auch noch Kosten und Entscheidungen genutzt durch die Vielforderungen beschlagnahmigen, eizige Ersatzforderungen, Maßnahmen an Landesverwiesung – vielleicht Vollzugsfragen- und Rechtsmittelbelehrung.
00:15:49: Das sind eigentliche Folgen des Urteils.
00:15:52: Patrick Arnecker war ja bei mir im Podcast Und er hat so ein Toolboot, wo man quasi Verständlichkeit von Sprachmessen kann.
00:16:02: Ich habe es schon ein paar Mal gesagt, für mich war das ein Augeöffner gewesen.
00:16:05: Selbst wenn ich das Gefühl hatte, dass ich absolut verständlich schreibe, schreiber ich noch für die bildendsten Zehprozenten unseres Landes.
00:16:14: Oftmals richtet sich aber ein Strafvorteil an ganz andere Personen – einem unteren Spektrum der Bildung.
00:16:21: Darum noch etwas zur Sprache!
00:16:24: Das ist sein eigenerlicher Handwerk.
00:16:26: Und wenn man die Resozialisierung, die man immer so im Maul führt, wirklich ernst nimmt, dann sollte man das mündlich in der Urteilseröffnung den Personen, die betroffen sind auch adäquate erklären können – nehme ich ganz einfach und klar!
00:16:43: Und das sollte auch im Urteil weit so wiedergegeben werden.
00:16:47: Also sehr ärgerlich ist es, wenn die urteilsbegründung, die mündliche Anders war es als noch im schriftlichen Urteil.
00:16:56: Und ein reiner Papierdinger ist, wenn man so schreibt mit diesen unsehrlichen Textbausteinen, dass die Person, die es direkt betrifft, das selber gar nicht kann lesen.
00:17:07: Ein guter Strafvorteil ist nicht einfach.
00:17:09: gut weil es einfach ist und es ist nicht gut... Weil es kompliziert ist.
00:17:16: Es ist gut, wenn es präzise ist und man genau weiß was man sagen will, dann muss man so lange arbeiten dass man auch der Person, die man sagen möchte in einer verständlichen Art kommunizieren kann.
00:17:29: Präzision ist ein Teil und Verständlichkeit ist ein Teil von Respekt Und das gehört zu dieser eminent wichtigen Aufgabe wo eine Strafgericht zukommt.
00:17:39: Eine beschuldigte Person muss verstehen können warum sie verurteilt oder frei gesprochen worden ist.
00:17:47: Eine beschuldigte Person oder eine geschädigte muss erkennen können, dass ihre Vorbringung ernsthaft prüft worden sind.
00:17:55: Die Öffentlichkeit muss gesehen sein, dass da nicht einfach Stimmungen entscheidend waren sondern das Recht gesprochen wurde und die Rechtsmittelinstatt muss überprüfen können ohne dass sie Gedanken lesen müssen.
00:18:09: Es ist richtig, eine Begründungspflicht verlangt nicht, dass sich das Gericht mit jedem einzelnen Partei-Standpunkt ausführlich auseinandersetzt.
00:18:17: Entscheidend ist aber, dass die wesentlichen Überlegungen erkennbar sind und diese für den Ausgang erheblichen Vorbringungen behandelt werden.
00:18:27: Wenn man sich mit den Vorbringen der Verteidigung oder der geschädigten Vertretung nicht auseinander setzt, ist man also der Meinung, dass alles was gesagt worden ist nicht erheblich war, ist für den Ausgang.
00:18:40: Die Anwälte und die Anwältinnen, die vor Gericht plädieren in der verschiedenen Rolle, haben durchaus auch etwas zu zeigen und ein gewisses Wissen mitbringen.
00:18:49: Wahrscheinlich kennen sie den Fall sogar besser als gerichtet, weil sie sind ja die ganze Untersuchung dabei gewesen.
00:18:56: Also in so einem Moment dann zu sagen, wir gehachten all diese Vorbringungen für nicht herheblig für den ausgang, ist unterumständig.
00:19:05: Bitte das Bedenken recht anmässig.
00:19:09: Ein gutes Urteil zielt auch nicht auf die Personen, es spottet auch nicht.
00:19:13: Es stellt auch niemand bloß ein psychologisiert nicht oder nicht mehr als nötig ist.
00:19:20: Es moralisiert auch nicht, weil es recht genügt.
00:19:25: Auch im Verurteilte Mensch bleibt der Rechtsobjekt.
00:19:29: Auch in einem Anwalt, den man nicht folgt ist ein notwendiges Element in einem kontradiktorischen Verfahren.
00:19:37: Ohne einen widersprechenden Anwalt, Anwältin gibt es kein rechtsstaatliches Verfahren!
00:19:45: Eine beschuldete Person hat den Anspruch darauf, dass sie nicht zwischen der Ziele verurteilt wird.
00:19:51: Der Tom von einem Urteil sieht sehr viel über das Gericht aus und das Urteil muss überprüfbar sein.
00:19:59: Darum dürfen sich die Leute nicht hinter Floskeln verstecken, sondern klipp und klar sagen, warum es was wie ein Wort sieht.
00:20:08: Das ist der Anspruch, den Parteien dürfen haben.
00:20:11: Und das ist Bedingung für eine Rechtsstaatlichkeit Kontrolle.
00:20:15: Auch wenn sie einen oberen Stand anders sehen, ist das auch kein Niederlag.
00:20:21: Es ist der rechtsstaatliche Prozess ein Ringen um Woren, wo man einfach gewisse Sachen verschieden kann.
00:20:28: Also ein gutes Urteil tut die tragenden Gründe offenlegen.
00:20:33: Macht sichtbar, was diese Wagen gründ sind, dass man jemandem schuldig spricht.
00:20:39: Und das ist Arbeit!
00:20:40: Das ist harte Arbeit, das wirklich auszuschälen.
00:20:43: Aber es gibt nichts Schlimmeres als ein dickes Urteil vor sich zu haben und wo wir einfach am Schluss gleicher raten müssen, warum in aller Welt ist jetzt das Ergebnis so ausgefallen wie es hier steht?
00:20:56: Nochmals... Die Oberinstanz, wie auch die Verteidigung und geschädigten Vertreter.
00:21:01: Wir sind kein Kristallkugelleser!
00:21:05: Und nur wenn man es klar benennt funktioniert ein Rechtsstaat.
00:21:09: Und ist klar... Wenn man Gründe nennt dann geht man aus der Decke und macht sich angriffbar.
00:21:16: Aber wer sich angriffbar macht nimmt sein Job uns recht ernst.
00:21:21: Wer nur entscheidet aber nicht erklärt verlangt kursam statt Anerkennung.
00:21:27: Ein gutes Strafvorteil ist nicht unangreifbar.
00:21:30: Das wäre ein sehr vertechtiger Anspruch, wenn man das reflektiert.
00:21:35: Ein gutes Strafverteil ist angreifbare der richtigen Stellen.
00:21:38: Wir nehmen seinen Offengleitern Gründ.
00:21:43: Also wenn ich jetzt zum Abschluss die Kriterien verdichte... ...eine gute Strafvorteil beantwortet sieben Fragen.
00:21:50: Erstens.
00:21:51: Ist Verfahren fertig sein?
00:21:53: Korrekt und offen!
00:21:55: Und auch in der eigentlichen Prüfstei ist.
00:21:57: doch bei all diesen prozessualen Sachen und dem euren unglücklichen Stehpo, wo alles nur noch ein Ordnungsvorschrift ist muss man doch am Ende vom Tag sich wirklich gefragt stellen.
00:22:09: Wenn mir selber die Person wäre, die jetzt da in diesem Strophenverfahren steht würde man das wie es jetzt abgelaufen ist für Feuerempfinden.
00:22:18: Dann zweitens bleibt das Urteil innerhalb von der Anlage.
00:22:22: Drittens Seid man klar, was beweisen ist und was nicht beweisen.
00:22:28: Viertens Würde ich mir die Beweise wirkliche statt sie bloß aufzuzählen?
00:22:33: Geht man davon eine Nullhypothese aus bei jedem einzelnen Beweis und fragt ganz offen auf die verschiedenen Seiten abwägend, was bewiesen wir wirklich?
00:22:44: oder tun wir da einfach ein Bild, das wir schon haben als Bestätigte anschauen?
00:22:51: Arbeiten wir hier mit kontrafaktischem Denken?
00:22:54: Hat man sich mit diesen psychologischen Mechanismen mal auseinandersetzt?
00:23:01: Fünftens.
00:23:02: Tut mir super subsumieren die Abstandsmerkmale für die Abständsmerkmal und nicht einfach irgendwelche Kommentare und Gesetze wiedergeben.
00:23:13: Sechstens.
00:23:14: Du tust den Straf als Maß vom konkreten Verschulden begründen.
00:23:19: Unsere Strafzumesserung wurde so technisch.
00:23:23: Das sind so viele Seiten, die man dazu schreibt.
00:23:27: Das soll wahrscheinlich wissenschaftlicher und überprüfbar wirken.
00:23:31: Aber das Problem ist, dass jemand die den Fall dahinter verloren geht.
00:23:35: Überhaupt was die Urteile Qualität auch belangt?
00:23:38: Als Anwalt siehst du natürlich ganz viel Urteil von ganz verschiedenen Gerichten.
00:23:44: Spannend wird es wissen ob das auf Seitegerichte auch so ist!
00:23:49: Liesst man da andere Strafvorteile?
00:23:51: Überleibt man sich, was ist ein gutes Strafvorteil und warum nicht.
00:23:58: Gibt man das Urteil vielleicht einmal einer erfahrenen Person zu lesen?
00:24:03: Was könnte man besser machen, was nicht?
00:24:05: Oder ist es einfach so, dass man den Ort als Begründung hat, dann der Gerichtsschreiber oder die Referente ansetzt und dann das Urteil abfasst?
00:24:14: Dann lesen Sie vielleicht noch mal zwei andere.
00:24:16: Aber inwiefern ist man bereit, Impulse aufzunehmen?
00:24:20: Inwiefern reibt man sich da auch Formulierungen?
00:24:23: Wie viel Zeit investiert man in das?
00:24:26: Und dann siebtens – es ist positiv klar vollständig und vollziehbar!
00:24:32: Wenn ein Urteil diese Frage besteht, dann ist es meistens gut.
00:24:36: Es ist vielleicht nicht perfekt und perfektionisch aber auch keine richterliche Maßstabe sondern es muss redlich sein Ein gutes Strafvorteil ist nüchtern, wo andere sich empören.
00:24:48: Eine gute Strafverteile hat Rückgrat, die andere ausweichen.
00:24:52: Es ist vorsichtig, was andere vermutet.
00:24:56: Es wird klar, dass andere glänzen wollen und es menschlich ist, ohne weich zu werden.
00:25:03: Und es ist redlich und nicht unverständlich.
00:25:06: Ein Mensch zählt nicht, ob ein Urteil Eindruck macht!
00:25:09: Man zählt, ob es bestah bleibt wenn der Eindruck verflogen ist.
00:25:14: Wenn man mich nach dem kürzesten Qualitätskriterium fragt dann würde ich sagen ein gutes Strafvorteil ist das Urteil wo man das Ergebnis nicht teilen muss.
00:25:28: Wo man aber den Weg versteht was sich jemand mit der Argument von der Verteidigung oder der geschädigten Vertretung auseinandersetzt hat und wo man das Urteil rechtlich kontrollieren kann.
00:25:40: In diesem Moment, in dem man sich ernst genommen fühlt, kann man auch abweichende Meinungen akzeptieren.
00:25:49: Das war es auf dem Weg als Anwältin.
00:25:52: Ich hoffe die Folge hat dich zum Weiterdenken angeregt.
00:25:55: Verschiedene Ansätze, Erfahrungen und Perspektiven helfen uns gemeinsam besser zu werden.
00:26:01: Wenn dir die Folge gefallen hat, freue ich mich über eine Bewertung!
00:26:04: Weitere Episoden und meine Bücher findest du auf meiner Homepage unter www.duri-bonin zusammengeschrieben.ch.
00:26:12: Danke fürs Zulassen und bis bald!